Schrebergartenverein Rüsselsheim e.V.
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Neuer Schädling - Grüne Reiswanze

In einer Frankfurter Kleingartenanlage wurde Ende September 2018 eine Wanzenart gefunden, die aus Ostafrika stammt und sich seit etwa vier Jahren vor allem in Baden-Württemberg rasant verbreitet. Es handelte sich um die Grüne Reiswanze (Nezara viridula), die weltweit zu den wichtigsten Schädlingen zählt. Sie befällt vor allem Gemüse und Feld-früchte im Zeitraum der Frucht- und Samenbildung, seltener auch Zierpflanzen und Obst. Erwachsene Wanzen und ihre Larven saugen bevorzugt an Bohnen, Tomaten-, Paprika- und Auberginenfrüchten, aber auch an Gurken. An Tomaten entstehen Löcher und gelbe, schneeflockenförmige Flecken auf der Frucht, an Gurken deformierte Blätter und Früchte, und die Triebspitzen können eintrocknen. Bei Stangenbohnen besaugen die Tiere vor allem die Samen im Innern der Hülsen, die als Folge Dellen aufweisen und einen unangenehmen Geruch verströmen.

 

Die Abbildungen zeigen Wanzenlarven verschiedener Entwicklungsstadien. Die frisch geschlüpften Larven sind noch sehr klein und schwarz gefärbt, nach der ersten Häutung schwarz-weiß gepunktet und damit schon wesentlich auffälliger. Dies gilt trotz partieller Grünfärbung auch noch für die späteren Stadien, da die weißen Punkte und rote Randzeichnung beibehalten werden. Erst die erwachsenen Tiere sind einheitlich grün gefärbt und ähneln der einheimischen Grünen Stinkwanze. Aufgrund ihrer Körperform und beachtlichen Größe von 15 mm verwechselt der Kleingärtner sie leicht mit Käfern.

 

Die Grüne Reiswanze fühlt sich im tropischen Klima besonders wohl und stirbt bei Temperaturen unter 3 Grad Celsius ab. Leider findet sie aber ebenso wie viele andere eingeschleppte Schädlinge genügend frostfreie Unterschlupfmöglichkeiten, um zu über-wintern. Welche Gegenmaßnahmen sind im Kleingarten möglich? Am besten werden bereits die Ei Gelege vernichtet, die sich meist an den Blattunterseiten der anfälligen Gemüsearten finden. Ein Gelege umfasst ca. 50 - 100 zunächst hellgelbe, kurz vor dem Schlupf rötlichbraune Eier. Da die jungen Wanzen der ersten drei Larvenstadien gerne dicht gedrängt in größeren Kolonien an den Früchten sitzen, können auch diese leicht abgesammelt werden. Wenn im Vorjahr ein Befall festgestellt wurde, können auch alle Öffnungen von Tomatenhäusern mit Kulturschutznetzen (Gemüsefliegennetzen) dicht verschlossen werden. Bewährt hat sich auch der Anbau von Leguminosen wie Buschbohnen als Fangpflanzen, die später samt Eiern bzw. Wanzenlarven vernichtet werden.

Bekämpfung

Der LTZ Baden-Württemberg rät von der Anwendung von Pflanzen-schutzmitteln ab, besonders in Zeit des Insektensterbens!

 

Viele Pflanzenschutzmittel erfassen nicht nur den Schädling, sondern auch nützliche Insekten. Vor allem die sehr kleinen Insekten, wie Schlupfwespen und Raubmilben, sind sehr empfindlich gegenüber Pflanzenschutzmitteln, auch gegen biologische Mittel wie Schwefel.

 

Das Vorkommen dieser Insekten bemerkt man oft erst, wenn diese fehlen und sich Schäden an Kulturpflanzen zeigen (z. B. Befall mit Spinnmilben, Weiße Fliege). 

Im Klein- und Hausgarten sind die befallenen Flächen überschaubar und mit anderen Methoden können Befallsherde der Grünen Reiswanze ausgemerzt werden. 

 

Das Einnetzen von Kulturpflanzen, z. B. Birnenbäume, Strauchbeeren, hat sich sehr bewährt. Die Maschengröße sollte der entsprechen, die für die Kirschessigfliege, empfohlen wird. Außerdem ist ein regelmäßiger Kontrollgang im Garten sehr sinnvoll, bei dem die gefundenen Individuen abgesammelt und vernichtet werden.

Die Hessische Gartenakademie Kassel rät, von den im Haus- und Klein-gartenbereich zugelassenen Mitteln, allenfalls zu Neudosan (Wirkstoff Kaliseife). Dies soll gegen die frisch geschlüpften Larven der ersten Generation wirken.

 

Sie müssten die Larven damit tropfnass spritzen, solange sie noch in Gruppen zusammen saugen. 

Das hat auch den Vorteil, dass Sie alle Larven eines Geleges (ca. 40-100 Stück) gleichzeitig erfassen.

Vereinsheim Schoppen

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