Schrebergartenverein Rüsselsheim e.V.
Schrebergartenverein Rüsselsheim e.V.

Eine kleine Chronik von 1955 bis 2005

 

50 Jahre Vereinsgeschichte

Wo früher nur Gras wuchs, befinden sich heute die Schrebergärten in Rüsselsheim.

Anfangs wurden sie abgelehnt, dann erhielten sie auf Landes- und Bundesebene Preise

und heute sind die grünen Oasen aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken.

 

So könnte man die letzten 50 Jahre ganz kurz überschreiben,

wenn man die Geschichte des Schrebergartenvereins beschreiben will.

 

 

Der Anfang 1955
Wie aus der Chronik zu ersehen ist, fing es am Sonntag, 08. Mai 1955 an, als sich 12 Gartenliebhaber in der Rüsselsheimer Gaststätte „Zum Grünen Baum“ zu einem Gartenverein zusammenschlossen. Es war das Ziel des neuen Vereins, eine Gartenanlage zu schaffen, in der Gartenliebhaber ihre Sehnsucht nach einem eigenen Stück Land gegen einen geringen Pachtzins verwirklichen konnten. Der Ertrag an Obst, Gemüse

und Blumen sollte für die gärtnerische Mühe der Lohn sein. Somit gab es in Rüsselsheim einen Verein ohne Gartenanlage, dadurch wurden Verhandlungen mit der Stadt notwendig.

 

Es war der damalige Bürgermeister Dr. Walter Köbel, der sich den Wünschen des neuen Vereins zunächst widersetzte. Er befürchtete eine trostlose und verkommene Gartenanlage in der Opelstadt. Aber er hatte nicht mit der Beharrlichkeit der Gartenfreunde gerechnet. Mit einer Vereinssatzung und einer Gartenordnung und dem Willen, eine öffentliche Gartenanlage zu schaffen, konnten Rüsselsheims Bürgermeister und der Magistrat überzeugt werden. So konnten die Kleingärtner, nachdem ihnen im März 1956 das Gelände hinter dem Krankenhaus zugewiesen wurde beweisen, dass sie es mit ihrem Versprechen ernst gemeint hatten. Durch finanzielle Hilfe und tatkräftige Unterstützung durch Stadt und Gartenamt konnten bald die Schrebergärtner die ersten 56 Gärten der Öffentlichkeit präsentieren. Da sich die Schrebergärtner an ihr Versprechen hielten, stellte die Stadt Rüsselsheim bereits im November 1958 Gelände für weitere 70 Gärten zur Verfügung und erteilte die Genehmigung zum Bau von Steinlauben in den einzelnen Gärten, von denen jeder etwa 300 m² groß war. Unter Mithilfe des Gartenamtes wurde die gesamte Anlage umzäunt, Wege errichtet und die Gesamtanlage verschönert. Ständig wuchs die Zahl der Vereinsmitglieder, viele weitere Interessenten jedoch mussten weiterhin auf eine Gartenparzelle warten.

Zur allgemeinen Freude verpachtete die Stadt im Juni 1959 ein kleines Gelände zwischen Platanen- und Birkenstrasse an den Verein. Da das Gelände für Schrebergärten zu klein war, wurde es an 14 Gartenfreunde als Grabgärten weiter verpachtet.

 

Die 60er Jahre
Nun waren auch Bürgermeister und Magistrat davon überzeugt, dass vorbildlich angelegte Kleingartenanlagen nützlich und schön auch für die Besucher waren und so wurde schon 1961 Gelände für weitere 29 Gärten, diesmal am Horlachgraben, zur Verfügung gestellt. Hier erstellte die Stadt nach den Plänen des Gartenamtes einheitliche Holzlauben, deren Kosten die jeweiligen Gartenpächter an die Stadt zurückzahlten. So kam das Jahr 1965 und mit ihm das am 22. Mai gefeierte 10jährige Jubiläum. Der einst so skeptische Bürgermeister Dr. Köbel bescheinigte in seinem Grußwort den Schrebergärtnern eine hervorragende Arbeit und zollte berechtigtes Lob und hohe Anerkennung für jahrelange Arbeit.

 

Plötzlich aber bedrohte eine ernste Krise das Gartengelände am Krankenhaus. Durch den 1964 erfolgten Bau eines Tiefbrunnens für das Krankenhaus gab es Probleme mit der Grundwasserversorgung durch Handpumpen. Umgehend entschloss sich die Stadt zum Bau einer Ringleitung durch das gesamte Gartengelände. Schon war das Problem gelöst und jeder Garten bekam seinen eigenen Wasseranschluss. Zu dieser Zeit gab es 159 Mitglieder und rund 150 Anwärter.

 

Eine große Sorge bereitete den Gärtnern und dem damaligen Vorstand der Flutgraben auf einer Seite des Gartengeländes am Krankenhaus. Allein 1965 wurde das Gelände sechs Mal überflutet und jedes Mal wurde großer Schaden angerichtet. 1967 zahlte die Stadt zwischen 70 und 90 Mark je Garten als Schadensersatz an die geschädigten Gärtner.
Aber es gab auch freudige Ereignisse. Im gleichen Jahr erhielt der Verein eine gebrauchte Holzbaracke der Stadt, welche als Gerätehaus, provisorisches Büro und Versammlungsraum für den Vorstand verwendet wurde. Dies war damit das erste Gemeinschaftshaus des Schrebergartenvereins.

Erstmals beteiligte sich 1967 der Schrebergartenverein am Landes- und Bundeswettbewerb der Kleingärtner und belegte im Landeswettbewerb den Sieg bei der Ermittlung der schönsten hessischen Kleingärten und belegte beim Bundeswettbewerb deutscher Städte und Gemeinden den 2. Platz. Eine Silberplakette für den 2. Preis und 4.000,- DM Geldprämie für den Landessieg waren der verdiente Lohn für die Kleingärtner des Vereins.
1967 entstand auch die Gartenanlage am Borngraben, welche bereits 1968 an die Wasserversorgung der Stadt angeschlossen wurde.

„Die Arbeit eines Sommers ist vernichtet“, so lautete die Überschrift im Rüsselsheimer Echo vom 16. August 1969, nachdem das Hochwasser aus dem Sickergraben bereits zum vierten Mal etwa 15 Parzellen der Anlage am Krankenhaus überschwemmte und alles mit einer stinkenden Brühe bedeckte.

 

Die 70er Jahre
Erst 1970/71 konnte der Sickergraben verrohrt und 1972 die heutige Schreberstraße gebaut werden.

 

Einen weiteren 2. Preis beim Landeswettbewerb Hessen der Kleingärtner errang der Verein 1972 und konnte als Anerkennung durch die Stadt Rüsselsheim 2000,-DM entgegennehmen.

 

Die Aufbau- und Entwicklungsarbeiten im und für den Verein waren in diesen Jahren für die damaligen Vorstände und die Mitglieder durch eine immense Arbeit gekennzeichnet. In den nun folgenden Jahren war die Arbeit nicht weniger geworden, dennoch gab es eine rasante Entwicklung des Vereins. 1971 zahlte das Land Hessen 55.000 DM an die Stadt Rüsselsheim für die Erstellung der Gartenanlage „Fischerseewiesen“. So konnten 1972 die Planungen für die Anlage, welche bereits 1967 begonnen wurden, endlich abgeschlossen werden und nach erfolgtem Hüttenbau im Mai 1973 offiziell eingeweiht werden. Hierbei handelte es sich um Gelände des Hessischen Forstamtes, was in den folgenden Jahren zu großen Problemen und jahrelangen Verhandlungen führte. Schon 1975 feierten die Gärtner dieser Anlage ihr erstes Sommerfest. Ebenso entstand die neue Anlage Kohlseestraße, 1973/74 wurden die Gartenhütten errichtet und die Anlage 1975 eingeweiht.

 

Um die Gemeinschaft zu fördern und in einem würdigen Rahmen die Gartenfeste zu feiern, errichteten im Frühjahr 1975 die Gartenfreunde der Anlage am Krankenhaus in Gemeinschaftsarbeit in nur 13 Wochen eine Toilettenanlage, eine Tanzfläche mit Bühne sowie einen Lagerkeller.
Angespornt durch die erfolgreichen Aktionen der übrigen Anlagen und nach einem ersten erfolgreichen Sommerfest 1976 konnten die Vereinsmitglieder am 15. und 16. Juli 1978 die Einweihung des Gemeinschaftshauses und das 10jährige Bestehen der Anlage Borngraben feiern.

 

Bevor 1979 in der Gartenanlage Fischersee der Bau eines Gemeinschaftshauses begann, musste der Schrebergartenverein 1978 wieder große Überschwemmungen in den Anlagen Fischersee und Krankenhaus überstehen, teilweise mit einer Wasserhöhe von 1,50 m.

 

Die 80er Jahre
Das erste Highlight des Schrebergartenvereins startete am 10 Mai 1980, als in der Stadthalle von Rüsselsheim das 25jährige Vereinsjubiläum in einem großen Rahmen und mit Beteiligung zahlreicher Prominenz gefeiert wurde. Wie auch im Jahr 2005 zum 50 jährigen Jubiläum, so hatte auch der damals amtierende Hessische Minister für Landesentwicklung, Umwelt, Landwirtschaft und Forsten Herr Willi Görlach, die Schirmherrschaft übernommen. Im gleichen Jahr, nämlich am 14. Dezember 1980, pflanzte der damalige MdL Martin Schlappner, ein Freund und Gönner des Schrebergartenvereins, eine Blutbuche auf dem Festplatz der Krankenhausanlage, welche heute im internen Kreis als die „Schlappner-Buche“ bekannt ist.

Ein weiteres Hochwasser überflutete die Anlage am Krankenhaus am

09. August 1981, hierbei wurden 67 von 123 Gartenparzellen verwüstet.

 

Die Anlage Fischersee ereilte das gleiche Schicksal, als hier am

10. und 11. August die Anlage überflutet wurde.

Die Ernte in den Parzellen war vernichtet und wertvolle Einrichtungs-

gegenstände in den Lauben wurden unbrauchbar.

Der damalige Schaden wurde auf 60.000 DM geschätzt.

 

 

 

 

 

Hochwasser in der Anlage  „Am Krankenhaus“

Nachdem in der Anlage Borngraben das Gemeinschaftshaus 1981 renoviert wurde, nahm der Schreber-gartenverein mit dieser Anlage wieder einmal an dem Landeswettbewerb Hessen teil, musste sich aber mit dem 11. Platz von 48 teilnehmenden Vereinen begnügen. Grund hierfür waren die vielen Nadelgehölze in der Vereinsanlage. Damals wie heute waren solche Anpflanzungen durch das Bundeskleingartengesetz für die Kleingärten nicht erlaubt.

1982 wurden die Gartenanlagen Horlachgraben und Kohlseestraße an die Wasserversorgung angeschlossen, die notwendigen Erdarbeiten wurden durch die Mitglieder in Gemeinschaftsarbeit durchgeführt. Darüber hinaus wurde 1986 jede einzelne Parzelle der Gartenanlage am Krankenhaus an das Stromnetz angeschlossen. Die Planungen hierfür begannen 1985 und nach Abschluss dieses aufwändigen Vorhabens konnte jeder angeschlossene Gärtner über seinen eigenen Stromanschluss verfügen. Da sich die überwiegende Zahl der Gartenfreunde für Strom entschieden hatten, war die Kostenbeteiligung von 750,- DM auch für damalige Zeiten für viele erschwinglich, besonders wenn man die damit verbundenen Annehmlichkeiten betrachtet.

Das der immer wieder geäußerte Wunsch nach Trinkwasser und Strom für die Anlage Fischersee nie verwirklicht werden konnte, lag zum einen an den hohen Kosten und dem Einspruch des Forstamtes, der Stadt und des Schwarzbachverbandes. Trotzdem wurden auch hier immer wieder öffentliche und interne Gartenfeste veranstaltet. Mit anderen naturverbundenen Vereinen in der Stadt Rüsselsheim war der Schrebergartenverein 1983 Gründungsmitglied im Stadtverband “Grüner Kreis“ und beteiligte sich bis heute erfolgreich mit seinen Gemeinschaftsanlagen am Blumenschmuckwettbewerb. Das sich eine Vielzahl von einzelnen Gärtnern mit Erfolg ebenfalls an diesem Wettbewerb beteiligt, ist auch ein Zeichen dafür, wie sehr sich die Gärtner engagieren und der Natur verbunden fühlen.
Ein nächstes großes Ereignis war das 25jährige Bestehen der Gartenanlage am Horlachgraben. Dieses wurde im Rahmen des Sommerfestes im August 1987 am Krankenhaus gefeiert, aber erst, nachdem die geladenen Gäste, unter Ihnen Vertreter des LV-Hessen, des Stadt- und Kreisverbandes der Kleingärtner und zahlreiche Politiker eine Begehung der Gartenanlage absolviert hatten.

 

 

Die 90er Jahre
In den Jahren 1990/91 bestand die Gefahr, dass die Anlagen Lindenfelserstraße und Kohlseestraße dem Wohnungsbau geopfert werden müssen, jedoch konnte diese Gefahr in Zusammenarbeit des Vereins, der betroffenen Gärtner und nicht zuletzt mit Hilfe und Unterstützung durch die Bürger und den Natur- und Vogelschutzverein Königstädten ein für alle Zeiten abgewendet werden. Seit dieser Zeit etwa klagte die Stadt Rüsselsheim auch gegen den Forst und das Land Hessen mit dem Ziel, den Bestand der Anlage Fischersee zu retten und diese in den Bebauungsplan aufzunehmen. Diese langwierigen Verhandlungen, welche die Stadt führte, konnten erst 10 Jahre später durch einen Geländetausch zwischen Stadt Rüsselsheim und hessischem Forst zu einem glücklichen Ende gebracht werden.

 

Erstmals konnten 1991 im Rahmen eines offiziellen städtischen Jubiläums – 30 Jahre Partnerschaft mit Evreux, 19 Französische Gartenfreunde empfangen und bei Vereinsmitgliedern kostenlos untergebracht werden. Den Gästen wurde ein umfangreiches Programm geboten und Freundschaften geschlossen. Ein erster Gegenbesuch wurde für 1992 vereinbart.

 

In der Jahres-Mitgliederversammlung von 1992 wurden erstmals konkrete Planungen zum Bau eines Gemeinschaftshauses als Zentrum und Mittelpunkt sämtlicher Anlagen vorgetragen. Der Architekt des geplanten Gemeinschaftshauses bezifferte die voraussichtlichen Kosten des Bauvorhabens auf ca. 250.000 DM zuzgl. der vom Verein zu leistenden Eigenleistungen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Spatenstich Mai 1993

 

 

Dass die Stadt Rüsselsheim zur damaligen Zeit noch über finanzielle Mittel verfügen konnte, beweist der zugesagte Baukostenzuschuss über 100.000 DM für 1993. Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile stimmten 136 von 139 anwesenden Mitgliedern für den Bau des Hauses und so konnte bereits am 30. Mai 1993 der erste Spatenstich vor rund 200 geladenen Gästen durch den damaligen OB, Herrn Winterstein und Baudezernent Muth erfolgen. „Die heben uns den Keller aus“, so lautete damals die Überschrift im Rüsselsheimer Echo und bezog sich auf die tatkräftigen Politiker, welche kräftig arbeiteten bevor sie sich bei gegrillten Würstchen und Fassbier wieder erholen konnten. Im Juli ’93 wurde mit dem Bau begonnen und dank großartiger Hilfe durch aktive sowie fördernde Mitglieder konnte das Richtfest bereits im Dezember des gleichen Jahres gefeiert werden. Zu dieser Zeit hatten die fleißigen Helfer bereits 6000 freiwillige Arbeitsstunden erbracht.

 

Um die außerordentlichen Verdienste der beiden Architekten Leonhard Kurpierz und Norbert Pasold zu würdigen, wurde beiden Herren auf der Jahres-Mitgliederversammlung 1994 die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Wie zügig die Bauarbeiten geführt wurden, zeigt die erste im neuen Gemeinschaftshaus abgehaltene Jahres-Mitgliederversammlung mit 123 anwesenden Mitgliedern am 05. März 1995, auch wenn die Einrichtung noch nicht ganz komplett war. Die offizielle Einweihung des Gemeinschaftshauses mit Schlüsselübergabe an den Hausmeister und Enthüllung einer Messingtafel mit Nennung der Architekten wurde mit viel Prominenz am 25. Mai 1995 gefeiert.

 

Die Finanzierung dieses in der Vereinsgeschichte einmaligen Bauvorhabens war ein Meisterwerk aller Beteiligten. Der Wert des Hauses wurde 1995 mit 500.000 DM veranschlagt. An dieser Stelle sei noch einmal allen an Planung und Bau beteiligten für die großartige Leistung recht herzlich gedankt. In Anerkennung seiner Leistungen für den Schrebergartenverein wurde auf der JHV am 05. März 1995 der ehem. 1. Vorsitzende, Hans Lieske, einstimmig und mit großem Beifall zum Ehrenvorsitzenden gewählt. In und um dieses neue Gemeinschaftshaus wurde am 12. und 13. August des gleichen Jahres das 40jährige Vereinsjubiläum gefeiert. Ihre Zugehörigkeit zum Schrebergartenverein konnten die Gäste damals wie auch heute durch das tragen der speziell angefertigten T-Shirt dokumentieren.


 

Das alte Vereinshaus, welches nach all seinen Um- und Anbauten (Lager, Küchenanbau, Grill usw.) seit den 70er Jahren am Rande des heutigen Festplatzes stand, wurde 1996 kostenlos an den Schrebergartenverein Zeilsheim abgegeben.

 

Die dortigen Gartenfreunde mussten lediglich das Haus demontieren und in Ihre Gartenanlage transportieren.

 

Da noch immer nicht der Bestand der Gartenanlage am Fischersee gesichert war, verzichteten 1997 die dortigen Mitglieder auf eine Feier zum 25jährigen Jubiläum.

Um die Geselligkeit und das Miteinander der Gartenfreunde zu fördern, gab es schon seit vielen Jahren verschiedene Veranstaltungen wie z.B. Vereinsausflüge, Faschingsveranstaltung, Fachvorträge und -fahrten, Oktoberfest usw. Um den Gartenfreunden wieder etwas Neues anzubieten, wurde durch die Fachberatung im Mai 1998 erstmals ein öffentlicher Pflanzenflohmarkt veranstaltet. Dieser erfreut sich inzwischen großer Beliebtheit auch über die Grenzen Rüsselsheim hinaus.


Und weiter ging es mit baulichen Maßnahmen. So konnten zunächst 1998 sämtliche Gartenparzellen der Anlage am Horlachgraben an die Stromversorgung angeschlossen werden. Möglich und finanziell erträglich wurde dies durch großen Arbeitseinsatz der Gartenfreunde aus dieser Anlage unter Mithilfe des Bauausschuss des Gesamtvereines. Die Gesamtkosten hierfür betrugen ca. 54.000 DM, wobei die einzelnen Gartenmitglieder 1.200 DM zu zahlen hatten. Der Rest war ein Vereinszuschuss.


Auf der Jahresmitgliederversammlung 1999 wurde der ehemalige Vorsitzende des Schrebergartenverein, Erwin Rösel, einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt und die Ehrung am Gartenfest 2000 vorgenommen.

 

Die 2000er Jahre
Im Jahre 2000 wurde die bestehende Anlage am Borngraben durch eine Fläche von 1800 m² für 6 Schrebergärten sowie ein Vogelschutzgehölz erweitert und der Pachtvertrag mit der Stadt Rüsselsheim abgeschlossen. Desgleichen übernahm der Schrebergartenverein zum 01. Januar 2001 das Gelände „Am Windberg“ mit 9 unterschiedlich großen Gartenparzellen von der Stadt. Mit dieser Übernahme beträgt das gesamte Pachtgelände 7,7 km². Vermutlich wird der Verein kein neues Gartengelände mehr hinzu nehmen können. Die immer höher werdenden Auflagen und die enorme Arbeit können von einem ehrenamtlich tätigen Vorstand nicht mehr geleistet werden.

 

Als Gastgeber einer Tagung des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde e.V. (Dachverband aller Landesverbände) mit 80 Teilnehmern im März 2001 konnte der Schrebergartenverein Rüsselsheim seinen guten Ruf im LV-Hessen einmal mehr unter Beweis stellen.

 

Endlich, nach langjährigen Protesten und Verhandlungen zwischen Stadt und dem Forstamt wurde ein Landtausch vorgenommen. Somit konnte das Gartengelände am Fischersee endlich legalisiert und 2002 ein neuer Pachtvertrag abgeschlossen.
Das 40jährige bestehen der Anlage Horlachgraben wurde anlässlich des Gartenfestes im August 2002 in würdigem Rahmen gefeiert.
Dass es eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt Rüsselsheim gibt und beide Seiten davon einen Nutzen haben, zeigt eine Vereinbarung mit dem Umwelt- und Grünflächenamt aus dem Jahre 2003. Nachdem teilweise eine Neuanpflanzung auf Kosten der Stadt vorgenommen wurde, übernahm von dieser Zeit an der Verein die Pflege der Außenbereiche einzelner Gartenanlagen. Die Pflanzarbeiten ebenso wie die zukünftigen Pflegearbeiten werden von den Vereinsmitgliedern in Gemeinschaftsarbeit vorgenommen und ersparen dem Städtischen Haushalt die alljährlichen Pflegekosten. Auch bei Planung und Durchführung des Bundesweiten Wettbewerbes - Entente Florale -  „Unsere Stadt blüht auf“, war der Verein beteiligt und die Stadt konnte als Lohn den 3. Preis in Empfang nehmen.

 

In all den Jahren wurden die Veranstaltungen auch für die Bürger der Stadt und Umgebung angeboten, so auch das zweitägige Fest anlässlich des 150jährigen Jubiläums des Gesangvereins Liederkranz, welches 2004 in unserem Vereinsgelände abgehalten wurde. Nachdem bereits frühzeitig der Beschluss gefasst wurde, das anstehende 50jährige Vereinsjubiläum 2005 in einem würdigen und ansprechenden Rahmen zu feiern, machten sich die Vereinsmitglieder, allen voran der Bauausschuss, an die Arbeit. Das Vereinshaus wurde innen wie außen renoviert, der Festplatz auf Vordermann gebracht und alles für eine gute Präsentation des Schrebergartenvereins vorbereitet.

 

Bei einem Rückblick auf die letzten 50 Jahre kann man sehen, dass es nicht nur Arbeit für alle Vereinsmitglieder gibt, sondern dass es die Gärtner auch verstehen in vielfältigster Weise die Gemeinschaft zu fördern, sowohl durch die zahlreichen Feste, die allseits beliebten Reisen, als auch durch fachliche Veranstaltungen.

Autor: © Gerhard Wagner 2005

Vereinsheim Schoppen

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   jeden 3. Dienstag im Monat

   um 18.00 Uhr im Vereinsheim

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